Dieser Text ist ein Entwurf. Er wurde ohne anwaltliche Beratung erstellt und muss vor dem Start der Plattform anwaltlich geprüft werden. Angaben in doppelten eckigen Klammern wie Support-E-Mail sind Platzhalter, die der Betreiber noch ausfüllen muss.
Fälschungen, falsche Angebote oder jemand will, dass du außerhalb von binder zahlst? Melde es mit einem Klick. Hier steht, was dann passiert, wie wir entscheiden und wie du widersprechen kannst.
1. Was du melden kannst
- Fälschungen und Proxys, die als echte Karten verkauft werden
- Angebote, bei denen Karte, Edition, Sprache oder Zustand nicht stimmen
- Fotos, die nicht vom Verkäufer stammen, etwa aus einem anderen Shop kopiert
- Bitten, außerhalb von binder zu zahlen (PayPal Freunde & Familie, Überweisung, Messenger)
- Beleidigende oder bedrohliche Nachrichten
- Alles andere, was gegen unsere Plattformregeln oder gegen geltendes Recht verstößt
2. So meldest du
Neben jedem Angebot, auf jeder Shop-Seite und an jeder Nachricht in deinen Bestellungen gibt es einen Melden-Knopf (die kleine Fahne). Wähl den Grund, schreib bei Bedarf ein paar Worte dazu und schick die Meldung ab. Ein Konto brauchst du für Angebote und Shops nicht: Ohne Konto gibst du nur deinen Namen und deine E-Mail-Adresse an, damit wir dir den Eingang bestätigen und das Ergebnis mitteilen können.
Wenn es um etwas anderes geht, schreib an Support-E-Mail. Nenn uns dann bitte, was genau du meldest (am besten den Link), warum es deiner Meinung nach rechtswidrig ist oder gegen unsere Regeln verstößt, deinen Namen und deine E-Mail-Adresse, und bestätige, dass deine Angaben nach bestem Wissen richtig sind (Art. 16 Abs. 2 DSA).
Der Verkäufer erfährt nicht, wer gemeldet hat. Nur wenn es um ein mögliches Urheberrecht oder Markenrecht geht und das Gesetz es verlangt, können wir deinen Namen weitergeben. bestätigen
3. Was danach passiert
Du bekommst sofort eine Bestätigung per E-Mail. Den Stand deiner Meldungen siehst du jederzeit unter Konto, Meldungen.
Ein Mensch aus unserem Team prüft jede Meldung zeitnah, sorgfältig und objektiv. Unser Ziel ist eine Entscheidung innerhalb von Bearbeitungszeit, z. B. zwei Werktagen. Danach sagen wir dir, ob wir etwas unternommen haben.
Meldungen von Behörden und von zertifizierten vertrauenswürdigen Hinweisgebern (Art. 22 DSA) bearbeiten wir vorrangig.
4. Automatische Hinweise
Einige Dinge prüfen wir automatisch und legen sie unserem Team vor: ein Preis weit unter dem Marktwert einer teuren Karte, ein neuer Shop, der viele teure Angebote auf einmal einstellt, ein Foto, das schon ein anderer Shop verwendet, und Nachrichten, die zu einer Zahlung außerhalb von binder auffordern.
Diese Hinweise sind nur ein Anlass zum Hinsehen. Entschieden wird nie automatisch, sondern immer von einem Menschen. Wenn eine Entscheidung auf einem automatischen Hinweis beruht, steht das in der Begründung.
5. Was wir tun können
- Ablehnen: Kein Verstoß gefunden, alles bleibt, wie es ist.
- Angebot ausblenden: Käufer sehen dieses eine Angebot nicht mehr.
- Verwarnen: Es wird nichts gesperrt, aber die Verwarnung zählt bei weiteren Verstößen.
- Shop sperren: Käufer sehen keins der Angebote, und es können keine neuen eingestellt werden. Bestellungen, die schon bezahlt sind, laufen normal zu Ende; der Käuferschutz gilt weiter.
Wir wählen die Maßnahme nach Schwere, Verschulden und Wiederholung. Wer Fälschungen als echt verkauft, wird dauerhaft ausgeschlossen.
6. Begründung und Widerspruch
Wenn wir ein Angebot ausblenden, verwarnen oder einen Shop sperren, bekommt der Betroffene eine Begründung (Art. 17 DSA): was wir getan haben, welche Tatsachen dazu geführt haben, gegen welche Regel verstoßen wurde, ob ein automatischer Hinweis beteiligt war und welche Möglichkeiten er hat. Die Begründung steht in der E-Mail und dauerhaft unter Konto, Meldungen.
Dort gibt es auch den Knopf „Widersprechen“. Ein Widerspruch ist sechs Monate lang möglich und kostenlos (Art. 20 DSA). Eine andere Person sieht sich den Fall dann noch einmal an und antwortet dir. Ist die Entscheidung falsch, nehmen wir sie zurück und das Angebot oder der Shop ist sofort wieder sichtbar.
Außerdem kannst du dich an eine zertifizierte außergerichtliche Streitbeilegungsstelle wenden (Art. 21 DSA), zum Beispiel zertifizierte Stelle nennen, oder vor Gericht gehen.
7. Missbrauch
Wer immer wieder offensichtlich unbegründete Meldungen schickt, kann nach einer Warnung vorübergehend nicht mehr melden. Wer immer wieder offensichtlich rechtswidrige Angebote einstellt, wird nach einer Warnung gesperrt (Art. 23 DSA).
8. Transparenzbericht
Einmal im Jahr veröffentlichen wir, wie viele Meldungen wir bekommen haben, aus welchen Gründen, was wir unternommen haben, wie lange es gedauert hat und wie viele Widersprüche erfolgreich waren (Art. 15 und 24 DSA). Link zum Transparenzbericht, sobald es ihn gibt
9. Kontaktstelle
Für Behörden, die EU-Kommission und das Gremium für digitale Dienste: E-Mail der behördlichen Kontaktstelle (Art. 11 DSA).
Für Nutzerinnen und Nutzer: Support-E-Mail (Art. 12 DSA). Du kannst uns auf Deutsch oder Englisch schreiben, und du erreichst immer einen Menschen, nicht nur ein automatisches System.